Staatsbedienstete Anmeckern

22 07 2011

Ich musste mal wieder ne böse Mail schreiben, diesmal nicht an die Polizei, sondern ans "Ministerium für Wirtschaft, Energie,Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW", grund ist ihr beknackter Radroutenplaner im Web:

Sehr geehrter XXX,
ich wende mich an Sie, weil ich Sie als Ansprechpartner im Impressum
des Radroutenplaners http://www.radroutenplaner.nrw.de/ gefunden habe.
Ich wollte eine Route planen, habe die Webseite ausprobiert und bin
entsetzt wie schrecklich die Software ist. Die Bedienung unterirdisch
unintuitiv und gegen alle bei Mappingdiensten üblichen Standards, die
Ausgabe der Karten und Satellitenbilder hässlich, die gefunden Routen
fragwürdig, kurzum:  Der Dienst ist kaum zu benutzen.
Ich kann über die Zugriffszahlen nur spekulieren, doch eins ist
sicher: Hoch werden sie nicht sein, und das liegt nicht am mangelnden
Interesse der Nutzer an einem Fahrradroutingdienst im web, sondern
weil die Seite den geneigten User schnell vergrault und auf andere
Anbieter ausweichen lässt.
Apropos andere Anbieter, wie Mapping und Routenfindung im Web richtig
geht, zeigen z.B. http://maps.google.de/ oder http://openrouteservice.org/
Googles Dienste sind kommerziell und ich kenne die Bedingungen nicht,
unter denen Googles Mappingapi für das Land NRW nutzbar wäre, was ich
jedoch weiss ist, dass der zweite Dienst zu 100% nicht kommerziell ist,
auf freien Daten und freier Software beruht und für jeden ohne
Einschränkungen nutzbar ist.
Vor allem: Es ist alles schon fertig, man müsste nur noch die
vorhandenen Daten mit denen des Landes anreichern oder schlicht
ersetzen und schon hätte man eine vernünftig bedienbare Lösung zur
Fahrradroutenplanung mit mehr und sinnvolleren Funktionen, die den
geneigten Benutzer nicht von vornherein abschreckt.

mfg
Adam Pyschny



Mal schauen was da für eine Antwort bei rum kommt :) 


Kommentare

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26 07 2011
#1 FK (Antwort)

Und da ist die Anwort:


Sehr geehrter Herr Pyschny,

Bitte beachten Sie den ab Morgen freigeschalteten neuen Radroutenplaner für NRW. Übrigens, der alte Radroutenplaner hat ca. 140 Millionen Seitenaufrufe pro Jahr zu verzeichnen gehabt. Die Karten sind zoombar bis zum Stadtplanniveau. Und wie die Routensuche funktioniert ist in der Hilfefunktion ausführlich beschrieben.

Mit freundlichen Grüßen
XXX

Ja und wie es der zufall will ist die neue testversion schon fast nutzbar: die karte wird zwar immernoch potthäßlich gerendert, aber dafür enstpricht die bedienung mittlerweile dem standard.
Wieso sie sich die entwicklung nicht gespart und sofort die Openstreetmap engine genommen haben, bleibt wohl für immer im dunkeln.

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