Serotonin

18 05 2009


Nüchtern betrachtet bin ich am Arsch.

Das verdammte Auto ist wieder schrott. Arbeitgeber entlässt ein Drittel der Leute, vielleicht auch mich. Die Ex meldet sich, mit einem Batzen frischer Vorwürfe und einer teuren Nebenkostennachzahlung. Hatte eigentlich vor viel zu arbeiten, war dann doch sehr faul letzten Monat, das nächste Gehalt wird desaströs. Ich schlafe kaum. Die Haare nerven. Eine Freundschaft zerbrach.


Nüchtern betrachtet bin ich am Arsch.


Aber ich bin nicht nüchtern, will/kann es nicht sein. Schlafe ne stunde, wache auf, ab zur Arbeit. Ich wirke fit, höre Hiobsbotschaften, man sieht die Angst in den Augen der Leute und spürt der Chef weiß mehr als er sagt. Nichts kann mir was anhaben, ich bin gut drauf - zahle gern alle Teile für die Reparatur und freue mich dass die Karre bald läuft. Werde zur ex nicht unfreundlich sein, nur Rechnung begleichen und aus dem Kopf streichen.


Ein gutes Gefühl, das Jetzt kann mich mal, denn ich habe was gefunden das könnte einfach alles verändern. Du darfst jetzt nur keine Scheisse bauen, Adam.


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